basteln · Wachs

Kerzenrecycling

Bei uns sammeln sich häufig Kerzenreste, Stummel, etc. an. Ich kann sowas nur ganz schwer wegschmeißen.
Vor einigen Jahren habe ich deshalb ein Kerzengieß-Set gekauft. Zu den 3 ursprünglichen Formen gesellen sich inzwischen Joghurtbecher, Kekspackungen (von den Oreo-Minis z.B.) und ähnliches. Ich habe zwei Töpfe ausschließlich zum Wachs erhitzen reserviert, denn wenn die Kinder mitgießen, wird unweigerlich getropft.
Soweit zu den Vorbemerkungen, so geht’s: Als erstes werden die Formen vorbereitet. Jede Gießform hat unten ein Loch. Bei Joghurtbechern muss man das selbst reinmachen, klar, oder? Dort wird der Docht durchgesteckt und etwa 1 cm raus gezogen. Das Loch wird mit hitzeresistenter Knetmasse abgedichtet. Die Knetmasse kann immer wieder verwendet werden. Auf der anderen Seite wird der Docht in der Gießform bis ca. 2 cm über den Rand gezogen. Über den Rand wird ein Holzstäbchen gelegt und in der Mitte der Docht drumherum gewickelt. Auch hier kann man mit Knetmasse fixieren.

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Dann geht’s richtig los: es werden die Wachsreste nach Farben sortiert. Jede Farbe wird für sich im Wasserbad nacheinander geschmolzen. Während das Wachs schmilzt, fische ich mit einem Holzstäbchen den Dreck raus (verbrannte Dochte, aufgeklebter Dekokram, etc.). Wenn das Wachs geschmolzen ist, gießen die Kinder ihre vorher präparierten Formen etwa 2 cm voll mit Wachs. Meist wische ich dann den Topf mit Küchenpapier aus, bevor die nächste Farbe geschmolzen wird. Bis das nächste Wachs soweit ist, ist die vorherige Schicht meist schon etwas fest, sodass es sich nicht vermischt, sondern sich klare Schichten abgrenzen. An dieser Stelle könnte man auch etwas experimentieren: z.B. die Gießform zum abkühlen leicht schräg stellen, damit sich schiefe Schichten bilden. So weit sind wir aber noch nicht 😉

Also: Schicht um Schicht wird geschmolzen und gegossen. Rote und weiße Wachsreste kann man gut mischen, alle Farben würde ich nicht zusammenwerfen – das gibt dann ein undefiniertes Braun. Ich jedenfalls achte schon beim Kerzenkauf (kommt nicht mehr so oft vor) darauf, komplett durchgefärbte Kerzen zu kaufen. Oft haben die Kerzen nur eine farbige Außenschicht, sind aber innen weiß. Das bringt mir für meine eigenen Kerzen leider wenig Farbvielfalt. Unten drunter kann man sehen, ob die Kerze komplett gefärbt ist. Außerdem kaufe ich manchmal gezielt Joghurt oder Quark, weil sich die Becher gut zum Kerzengießen eignen – wichtig: oben sollte der Becher gleich breit oder breiter sein als unten.

Nach dem Abkühlen (hier braucht man Geduld … bei mir schleichen die Kinder immer drumrum. Deshalb haben unsere Kerzen unten auch oft Fingerabdrücke drauf) werden die Kerzen aus der Form geschüttelt und die Knete fürs nächste Mal gesichert. Aus manchen Formen gehen die Kerzen super raus, aus anderen nur ganz schlecht. Joghurtbecher (oder andere Zusatzbecher) habe ich auch schon oft zerschnitten, weil dann auch meine Geduld irgendwann nicht mehr ausreichte…. Hier also unsere Variation in Rot:

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(wir haben auch schon verschiedene Grüntöne und Orange-Braun-Gelb hergestellt, je nachdem, welche Reste wir haben. Mittlerweile bekommen wir auch viele Reste geschenkt 😉 )

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