Alltag · essen

Küchen-Minimalismus

Angeregt durch den Beitrag Ma(h)l wieder von @mons7 habe ich über unser Essen nachgedacht. Bei einem 5-Personen-Haushalt ist der Anspruch, minimalistisch zu kochen natürlich nur eine leuchtende Idee, die wir vermutlich nie erreichen werden. Aber ein paar Aspekte können wir schon umsetzen.

  1. Geräte, die wir brauchen: wir haben in der Küche nur Geräte stehen, die wir wirklich brauchen. Dazu zählt, dass der Toaster nur zeitweise rumsteht, meist aber im Schrank. Eine Mikrowelle haben wir gar nicht. Was für uns dafür ganz wichtig ist: der Brotbackautomat, der wunderbaren Hefeteig knetet und die Küchenmaschine, die allerlei Dinge klein hackt, raspelt oder reibt. DSC_0094
  2. Einkäufe: der Einkaufszettel hängt die ganze Woche über an unserem „Family Command Centre“ (dazu später mal mehr), sodass zu Ende gehende Produkte direkt notiert werden können. Außerdem mache ich am Freitag einen Menü-Plan für die gesamte nächste Woche. Wir machen meist freitags mit Zettel (!) einen Wocheneinkauf, kaufen vorwiegend regional, bio und fair trade (nicht dogmatisch, aber vorzugsweise). Frische Zutaten kommen montags mit der Gemüsekiste und freitags vom Markt. Milch, Mineralwasser und Saft kaufen wir in Glasflaschen, Joghurt in 1Kilo-Eimern oder Gläsern. Diese Einkaufsorganisation hat sich als sehr nützlich erwiesen: wir werfen kaum Lebensmittel weg, haben aber immer genug da. Noch ein Wort zu den speziell für Kinder konzipierten Lebensmitteln: auf die versuchen wir ganz zu verzichten: diverse Joghurts mit unterschiedlichen Ecken kann man sich wunderbar selbst zusammen stellen – Vanillejoghurt mit Rosinen oder Kokosraspeln schmeckt übrigens auch. Käse und Wurst wird für Kinder extra gesüßt und einzeln verpackt werden – sowas lassen wir gleich im Laden.
  3. Kochen: Beim Kochen für Kinder spare ich vor allem an Salz. Aber auch stark gewürzte Sachen finden nicht so richtig Anklang. Außerdem hat jedes Kind noch diverse Lebensmittel, die es unter keinen Umständen, nur bei entsprechender Laune, gelegentlich, im Notfall oder am liebsten Immer isst. Selbstverständlich sind die Schnittmengen eher gering. Ich versuche in unseren Menüplan ein Mal wöchentlich ein Gericht aus der von mir abonnierten Köstlich vegetarisch unterzubringen, sowie ein Mal eine süße Mahlzeit. Generell koche ich ohne Fleisch. Der Aufwand für die Gerichte ist sehr unterschiedlich – ich plane das je nach sonstigen Terminen. Minimalistisch Kochen heißt für mich: so wenig wie möglich Fertigzutaten und gefrostetes nutzen. Für mich ist wichtig, dass ich weiß, was im Essen drin  ist. Kartoffelbrei, Hefeklöße, Suppen und Salatsoßen sind beispielsweise recht schnell selbst zubereitet. Neulich habe ich gesehen, dass es sogar fertigen Eierkuchenteig gibt. Ich kam noch nie auf die Idee, dass es sowas fertig geben könnte.

Um es also nochmal zusammen zu fassen: minimalistisch kochen heißt für mich so viel wie möglich selbst zu machen um Müll und Zusatzstoffe zu sparen. Außerdem schmecken Lebensmittel von sich aus und brauchen keine Geschmacksverstärker. Die Zeit und Muße dafür zu haben empfinde ich als Luxus und Minimalismus zugleich. Wie ist das bei euch?

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Ein Kommentar zu „Küchen-Minimalismus

  1. „Selbstverständlich sind die Schnittmengen eher gering.“ Herrlich! Der Satz könnte von mir sein! Drei Kinder, von denen zwei recht genügsam sind, was das Essen angeht und auch eine große Schnittmenge gleicher Essenswünsche und -abneigungen haben – und das dritte irgendwie aus der Reihe tanzt und dessen Schnittmenge zum Rest der Familie absolut minimalistisch ist!
    Ich finde es faszinierend, dass es jemand schafft, wirklich einen Menüplan zu machen und sich auch dran zu halten. Schaff ich nicht. Es kommt immer wieder was dazwischen. Ich starte aber jetzt motiviert mal einen neuen Versuch, angeregt durch den Beitrag. Vielen Dank!

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