Alltag · erleben · erziehen

über Kinderärzte

3 Kinder und 4 Umzüge mit Kind(ern) sowie einige Notfälle im Urlaub haben mich schon allerlei Kinderärzte kennen lernen lassen. Mich beschäftigt immer noch die Frage, wie man eigentlich einen guten Kinderarzt findet. Ich habe darauf keine Antwort. Wenn sich andere Mütter mit Kindern im Alter von K3 unterhalten, zu welchem Kinderarzt sie gehen, bin ich immer ganz still. Ich weiß nicht, woran man einen guten Kinderarzt erkennt und wie man schnell einen findet. Für uns war die Suche ganz einfach: K3 geht zum selben wie K2 😉

Einerseits finde ich, dass es für alle Beteiligten am Besten ist, wenn sich Arzt und Patient gut und lange kennen. Andererseits weiß ich auch, dass manche Situationen es einfach unmöglich machen, bei einem bestimmten Kinderarzt zu bleiben. Ein Wechsel war für mich beispielsweise dringend notwendig, nachdem ich bei einem Arzt folgende Situation erlebt habe: Das Kind und ich wurden in ein Arztzimmer gebeten. Die Arzthelferin begrüßte mich, nicht jedoch mein Kind. Anschließend sollte das Kind im Rahmen irgendeiner U-Untersuchung der Arzthelferin antworten und irgendwas vorführen.  Mein Kind reagierte gar nicht. Weder wurde ihm erklärt, was er genau zu tun hatte noch wurde altersentsprechend mit ihm geredet. Eigentlich redete die Arzthelferin die ganze Zeit mit mir, obwohl es doch ums Kind ging. Beim Arzt dann dasselbe Spiel. Ich wurde begrüßt, das Kind nicht. Auch hier wieder das Gespräch über seinen Kopf hinweg und dann wurde sich gewundert, warum das Kind nicht mitmacht. So wenig Empathie hatte ich bis dato noch nicht erlebt. Auf die Aussage des Arztes, dass mein Kind anscheinend verhaltensauffällig sei, antwortete ich nur noch „nur hier bei Ihnen.“ und ging nicht mehr hin. Hinzu kam, dass wir regelmäßig Termine abends 20 Uhr bekamen. Ich freue mich ja, wenn Ärzte viele Patienten haben, aber das ist wirklich keine Zeit, zu der Kinder normalerweise sehr kooperativ sind.

Gern erinnere ich mich übrigens an einen stotternden Kinderarzt zu dem wir umzugsbedingt irgendwann nicht mehr gehen konnten. Er nahm die Kinder an und freute sich über jedes, das zu ihm kam wie über einen kleinen Gast. Er hatte eine Dose, die wie ein Delfin aussah. Beim Öffnen macht die Dose Delfingeräusche. Darin waren Gummibärchen und der Arzt nahm sich auch gern welche daraus während der Untersuchung. Gelegentlich gab er den Kindern auch welche ab 🙂

Schwierig war die Suche hier im ländlichen Raum. Der nächste Kinderarzt – etwa 15 Autominuten entfernt – nimmt seit Jahren keine Patienten mehr auf. Alle anderen sind 30 Autominuten weg. So kommt es, dass wir bei akuten Fällen zum nahe gelegenen Allgemeinarzt gehen, bei normalen U-Untersuchungen oder längerfristigen Terminen zum Kinderarzt. Ich denke allerdings nicht, dass sie sich absprechen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Kinderärzten?

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